Die Do's and Don'ts eines Erstis

Aller Anfang ist schwer- So ist es auch im Studium. Das ist noch lange kein Grund zu verzweifeln. Aber wie kommt man jetzt eigentlich gut durchs Studium? An was sollte man sich halten und was sollte man besser vermeiden? Hier erfährst du die wichtigsten Tipps für den Einstieg ins Studentenleben.

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Do's


1. Besuche die Einführungsveranstaltungen

Stadtrallyes, Kneipentouren und Clubbesuche- Die Einführungsveranstaltungen solltest du auf jeden Fall nicht verpassen, denn wenn man neu in eine Stadt kommt und noch keinen kennt, bietet es sich gerade bei solchen Veranstaltungen an neue Leute kennenzulernen. Es ist wichtig, von Anfang an mitzumischen und die Menschen in seinem Umfeld kennenzulernen, denn die Studienzeit ist mit die aufregendste und wichtigste Zeit. Hat erstmal das Arbeitsleben begonnen ist Schluss mit Lustig. Also unbedingt die Zeit genießen!

2. Lasse Freunde oder Kommilitonen deine Texte gegenlesen

Am Anfang ist es noch recht schwer sich mit der Wissenschaftssprache auseinanderzusetzen, denn an der Uni gelten ganz andere Regeln als in der Schule. Es ist deswegen wichtig, dass ihr nicht davor zurückscheut euch Hilfe zu holen wenn ihr mit dem Verfassen der ersten Hausarbeit fertig seid. Fragt dazu am besten Studierende aus höheren Semestern. Vielleicht habt ihr ja sogar Jemanden im Freundeskreis der schon ein paar Semester studiert, das wäre natürlich dann umso besser. Es schadet nie sich eine zweite Meinung einzuholen!

3. Lerngruppe gründen

Teamwork ist manchmal das A und O. In einer Lerngruppe kann man sich prüfungsrelevante Themen schneller aneignen. Suche dir dabei eine Gruppe, in der sich auch ein oder mehrere Experten befinden. Deine Gruppe sollte nicht nur aus Leuten bestehen die sich mit dem Fach überhaupt nicht auskennen- Denn so kommt man ja leider auch nicht weiter. Es ist immer gut, wenn alles bunt durchmischt ist. So kann man sich die Inhalte gegenseitig beibringen und sollte jemand den Inhalt noch nicht verstanden haben kannst du die Inhalte gut wiederholen indem du sie jemand Anderem erklärst. Gemeinsam seid ihr dann eher für die Prüfung gewappnet als im Alleingang- Und ihr habt nebenbei noch die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen.

4. Termine im Blick behalten

Trage die wichtigsten Termine wie Semesterbeginn/Ende, Prüfungs-, Hausarbeits,- und Referatstermine am besten in einen Kalender oder ähnliches ein, damit du auf keinen Fall den Überblick verlierst. Am besten lasst ihr euch von eurem Smartphone an die wichtigsten Termine erinnern. Denn man vergisst ja auch ab und zu in seinen Kalender zu schauen oder ist der Meinung, dass man ja noch eine Weile Zeit hätte und verplant weiter fröhlich seine Wochenenden. Und eh man sich versieht sind es nur noch ein paar Tage bis zur Prüfung und man verbringt die letzten Tage davor damit, die Nächte durchzumachen und 10 Kaffeetassen am Tag zu leeren. Also, lasst es nicht so weit kommen und macht euch vorher schon die Notizen. Es lohnt sich !

5. Eigeninitiative entwickeln

Jeder kennt es, die Vorlesung beginnt und man driftet bereits nach den ersten 20 Minuten ab und lässt sich nur noch berieseln. Die Stimme des Professors wird zu nichts weiter als einem beruhigendem Hintergrundgeräusch und man beginnt schläfrig zu werden und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen während die Stimme im Hintergrund für einen langsam völlig zu verschwinden beginnt. Aber Halt, so sollte es eben nicht sein. Das wichtigste im Studium ist Eigeninitiative. Nicht einfach nur zuhören, sondern auch wirklich über das gesagte nachdenken und eigene Ideen entwickeln. Es ist wirklich wichtig, dass ihr euch so viel beteiligt wie möglich. Das hält euch geistig fit und ihr prägt euch den Stoff viel besser ein und müsst nach der Uni nicht mehr so viel nacharbeiten. Ich weiß, es ist einfacher wenn man sich einfach nur von den Infos berieseln lässt, aber es wird euch das Leben an der Uni erschweren und euch unnötig Zeit kosten.

6. Pünktlich sein

Ja, das ist verdammt wichtig. Auch wenn so manch einer im Bezug auf das Studium wahrscheinlich eher eine lockere Einstellung vertritt. Nichts da, das wird vor allem in der ersten Zeit bitter bestraft. Denn die Hörsäle sind meistens sehr überfüllt und den letzten bleibt meistens nichts anderes übrig als sich auf die Treppe zu setzen. Also lieber pünktlich da sein und noch einen guten Sitzplatz ergattern und schaden tut es ja auch nicht pünktlich zu sein und alles von Anfang an mitzubekommen. Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist das akademische Viertel. Wenn also bei euch auf dem Plan steht, dass die Vorlesung um 10 beginnt, aber dahinter steht c.t. (die Abkürzung für “cum tempore”)dann bedeutet das nichts anderes als dass die Vorlesung um 10:15 beginnt und 15 Minuten früher endet.Steht hingegen s.t. dahinter(“sine tempore”) dann heißt das nichts anderes als dass die Vorlesung so wie angegeben also um Punkt 10 stattfindet.

7. Alle relevanten Karten besorgen

Ja die Karten sind besonders wichtig. Besonders euer Studentenausweis. Den werdet ihr nämlich öfters brauchen, wenn ihr zum Beispiel auf Vergünstigungen im Kino oder auf Veranstaltungen aus seid. Das Semesterticket ist ebenfalls sehr wichtig, damit kommt ihr von A nach B. Um Kopierkarte, Mensakarte und Bibliotheksausweis solltet ihr euch auch direkt kümmern, denn kopieren und Bücher ausleihen werdet ihr des öfteren und auch in der Mensa etwas zu essen ist auf jeden Fall empfehlenswert.


Don'ts


1. Den Stundenplan nicht völlig zubauen

Du solltest den Stundenplan auf keinen Fall mit dem Gedanken “schnell so viele Kurse wie möglich im ersten Semester abschließen” erstellen. Denn wenn du direkt deine ganze Woche mit verschiedenen Kursen vollballerst, dann hast du erstens deutlich mehr Stress und zweitens kaum Zeit deine Freizeit zu genießen und die schönen Seiten des Unilebens kennenzulernen. Außerdem ist es ziemlich demotivierend wenn ihr später an dem Punkt angelangt seid, wo ihr dann schließlich aussortieren müsst weil der Aufwand einfach viel zu groß geworden ist. Wenn ihr Probleme bei der Zusammenstellung des Stundenplans haben solltet, könnt ihr die Studienfachberatung um Hilfe bitten.

2. Vorlesungen schwänzen

Ja, man hat relativ viel Freiraum im Studium. Doch ihr solltet euch zweimal überlegen ob ihr die Vorlesung schwänzt oder nicht. Denn es kann fatal sein wenn man es nicht gründlich durchdenkt, denn meistens wird in einer Vorlesung unglaublich viel Stoff vermittelt, den man dann natürlich nachholen muss. Also wenn es sich um prüfungsrelevanten Stoff handelt solltet ihr es gründlich durchdacht haben bevor ihr die Vorlesung schwänzt. Besonders in den ersten Wochen ist es sehr wichtig, dass ihr anwesend seid, da dort auch wichtige Hinweise zum Studium gegeben werden.

3. Voreilig Bücher kaufen

Bevor ihr tief in den Geldbeutel greift um euch Bücher für den Studienstart zu kaufen solltet ihr erst einmal abwarten was für Bücher für eure Vorlesungen überhaupt relevant sind. Wenn ihr dann Bücher brauchen solltet, ist es am besten, sich diese in der Bücherei auszuleihen, da ihr dafür keine Unmengen für Bücher ausgeben müsst in denen dann vielleicht nur wenige für euch relevante Informationen stehen.

4. In der Vorlesung alles mitschreiben

Als Erstsemester ist man meistens noch sehr motiviert und schreibt alles fleißig ab bis zur allerletzten Folie. Doch das ist gar nicht nötig, denn wenn man den Dozenten fragt, ob er das Material online stellen kann, tut er das in der Regel auch. Notizen sind aber keinesfalls unerwünscht. Ihr müsst nur das Wichtige vom Unwichtigen trennen und nur das nötigste aufschreiben. Ihr müsst wirklich nicht jede Kleinigkeit die dem Professor über die Lippen kommt aufschreiben. Außerdem ist es wahnsinnig schwer zuzuhören während man pausenlos mitschreibt. Also geht das mit den Mitschriften ruhig lockerer an.

5. Zu spät in der Mensa aufkreuzen

Das solltet ihr vermeiden. Vor allem an einem Schnitzel-Tag. Da könnte es nämlich passieren dass ihr letztendlich gar keins mehr abbekommt. Also immer schön früh da sein und direkt anstellen.Und ganz wichtig- Ihr solltet die Öffnungszeiten der Mensa kennen. Nicht dass ihr vor verschlossenen Türen steht, weil ihr davon ausgegangen seid, dass die Mensa den ganzen Tag geöffnet hätte. Am besten informiert ihr euch also über die Zeiten. Das Essen in der Mensa ist oftmals wirklich nicht schlecht und eine gute Alternative zu teuren Lokalen. Des Weiteren erfahrt ihr hier die neuesten News und kommt leicht mit anderen ins Gespräch.

6. Darauf hören was eure Kommilitonen sagen

Man sollte nie anderen blind vertrauen ohne sich selbst von etwas überzeugt zu haben. Denn wenn es um prüfungsrelevante Fragen oder andere wichtige Dinge geht ist es manchmal wie bei der stillen Post und am Ende werden falsche Informationen weitergegeben. Auch wenn es der absolute Musterschüler ist von dem die Info stammt ist es immer besser sich selbst noch einmal zu informieren. Denn wenn man dies nicht tut kommt es schonmal vor, dass die Abgabe der Hausarbeit dann doch schon am nächsten Tag statt in einer Woche fällig ist. Also lieber selbst erkundigen.

7. Sich in der Uni verlaufen und zu spät kommen

Da hilft nur eines, sich schon bevor die ersten Vorlesungen beginnen die Uni anschauen. So wisst ihr dann welche Gebäude es gibt und wo sich die verschiedene Räume befinden. Seht euch gründlich um und werft einen Blick auf die Pläne bevor die Vorlesungszeit beginnt, denn ihr wollt doch nicht auf der Treppe sitzen müssen nur weil ihr den Raum nicht gefunden habt und zu spät gekommen seid oder? Wenn ihr euch wegen des Raumes trotzdem noch unsicher seid, ist es immer eine gute Idee etwas früher da zu sein damit man noch etwas Zeit hat sich ein paar mal zu verlaufen bevor es losgeht.